Wissenswertes

Geschichtliches zum Wein

Schon vor über 600.000 Jahren dürften Frühmenschen, die als Jäger und Sammler umherzogen, Trauben gesammelt haben. Das wird von gefundenen Traubenkernen bei Lagerplätzen belegt. Gehäufte Ansammlungen von Traubenkernen im Nahen Osten um etwa 8000 v. Christus werden von Archäologen als der Beginn der Weinerzeugung interpretiert.
Im 1.Jahrhundert nach Christus wurde der Weinbau durch die Römer in Europa verbreitet.

Weißweinerzeugung

Zuerst werden die Trauben von den Kämmen befreit („gerebelt“) und gepresst. Anschließend wird die Gärung eingeleitet, die bei einer Temperatur von 14 – 20°C etwa 8 bis 10 Tage dauert. Nach einigen Wochen Ruhezeit erfolgt der so genannte Abstich, dabei wird der Wein vom Geläger getrennt. Danach wird der junge Weißwein in Holzfässern oder Stahltanks bis zur Abfüllung ausgebaut.

 

Rotweinerzeugung

Der wesentlichste Unterschied zur Weißweinerzeugung ist, dass beim Rotwein die Gärung in der Maische stattfindet. Das heißt, dass die Beerenschalen und das Fruchtfleisch vom Saft nicht getrennt werden. Dabei werden während der Gärung Farb-, Aroma- und Tanninstoffe aus den Beerenschalen ausgelaugt.
Die Gärtemperatur (ca. 20-35°C) hat einen großen Einfluß auf Geschmack und Farbe, je höher die Gärtemperatur ist, desto kräftiger wird der Wein.
Während der Gärung, die bis zu 3 Wochen dauern kann, muss der Maischekuchen ständig mit dem Most in Kontakt sein. Dazu musste er früher mehrmals am Tag händisch in den Most gedrückt werden. Heute wird das meist in speziellen Gärtanks mit Rührwerk erledigt.
Nach der Gärung wird der Wein durch Pressen vom Trester getrennt und meistens im Holzfass bis zur Flaschenfüllung ausgebaut.

 

Rosé- Weinerzeugung

Rosé-Wein wird wie Weißwein hergestellt, nur dass Rotwein-Traubensorten verwendet werden. Dadurch, dass die Maische unmittelbar nach dem Rebeln gepresst wird, kann der rote Farbstoff aus den Beeren nicht ausgelaugt werden und der Wein erhält die typische Rosé-Farbe.
Rosé-Wein wird in Österreich auch Gleichgepresster genannt.